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Weyermüller hört am Saisonende auf “Zeitpunkt für Stopp-Knopf ist gekommen”

Nach mehreren Jahren als Trainer von DJK Gaustadt hört Daniel Weyermüller zum Ende der laufenden Serie auf. Im Gespräch mit anpfiff.info erklärt er die Hintergründe, seine sportliche Zukunft und was er sich in der Rückrunde von seiner Mannschaft wünscht.

Das Bild aus dem Jahre 2013 täuscht: Daniel Weyermüller wird sich am Ende der Serie mit einem guten Gefühl von der DJK Gaustadt 2 verabschieden.

von Adrian Fink für anpfiff.info

 

Daniel Weyermüller ist beinahe eine Vereinslegende bei der DJK Gaustadt. Weit über 100 Spiele hat der 29-Jährige bereits für seinen Herzensverein trainiert und die letzten Jahre hatte er auch die Verantwortung über die sportlichen Geschicke der Reserve. Doch damit ist im Sommer Schluss: Weyermüller wird sein Amt als Trainer niederlegen und ab sofort ausschließlich als interessierter Zuschauer auf den Plätzen der Region unterwegs sein. Vorerst kann sich Weyermüller auch gar nicht vorstellen, für einen anderen Verein tätig zu sein – zu groß ist die Verbundenheit zur DJK Gaustadt. Dementsprechend fiel die Entscheidung nicht einfach, doch letztlich ist der Spielertrainer davon überzeugt, dass sie richtig ist. Auch dem Verein gegenüber. Im Gespräch mit anpfiff.info erklärt Daniel Weyermüller die Hintergründe der Entscheidung, spricht über seine sportliche Zukunft, analysiert den aktuellen Saisonverlauf und äußert einen Wunsch an seine Mannschaft für die Rückrunde. Herr Weyermüller, Sie sind im fünften Jahr Trainer von der Reserve von DJK Gaustadt.

Warum hören Sie nach der Saison auf?

Daniel Weyermüller: Das hat sowohl persönliche als auch sportliche Gründe. Die letzten Jahre waren doch ziemlich kräftezehrend, sowohl für den Körper als auch für den Geist. Ich hab einfach gemerkt, dass jetzt der Zeitpunkt gekommen ist, um auf den "Stopp-Knopf" zu drücken. Zudem kann ich - auch aus beruflichen Gründen -zum jetzigen Zeitpunkt nicht garantieren, dass ich meinen Trainerpflichten in einer neuen Saison vollkommen hätte nachgehen können. Das wäre dem Verein gegenüber auch nicht fair gewesen.

Wie sieht Ihre sportliche Zukunft aus?

Daniel Weyermüller: Man wird mich definitiv noch auf den Fußballplätzen Bambergs insbesondere in Gaustadt sehen, jedoch nur als interessierter Zuschauer. Irgendwo anders als Trainer tätig zu sein, kann ich mir momentan nur sehr schwer vorstellen. Dafür bin ich dem Verein auch zu sehr verbunden. Aber man weiß ja nie, was das Leben einem so bringt. Nach so vielen Jahren bei DJK Gaustadt.

Wie schwer fiel dir die Entscheidung?

Daniel Weyermüller: Ganz einfach fiel mir die Entscheidung natürlich nicht. Denn man kann schon ganz klar sagen, dass mein Spielleiter und ich in den letzten Jahren bei der 2. Mannschaft etwas aufgebaut und erreicht haben. Denn ganz von alleine läuft auch in einer zweiten Mannschaft nichts. Da wurde schon Einiges an Energien und Mühen investiert. Ich glaube dennoch, dass ich mit einem reinen Gewissen die richtige Entscheidung getroffen habe.

Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis, was Sie gemeinsam mit der Mannschaft in den letzten Jahren geleistet haben?

Daniel Weyermüller: Als ich als Trainer begonnen habe, gab es bei uns im Verein ja noch die 3. Mannschaft. Mit der Zeit - auch nach dem Auflösen der 3. Mannschaft - musste und durfte ich eine Vielzahl der Spieler aus der ehemaligen 3. Mannschaft in die 2. Mannschaft integrieren und an eine höhere Gegnerqualität heranführen. Das war kein so einfacher und nicht immer erfolgreicher Prozess, jedoch sind wir aktuell auf einem Leistungsstand angekommen, bei dem man mit Fug und Recht behaupten kann, dass wir absolut konkurrenzfähig in der A-Klasse sind. Daher bin ich mit dieser Entwicklung schon durchaus zufrieden.

Haben Sie bereits erfahren, wer Ihre Nachfolge antreten wird?

Daniel Weyermüller: Da bin ich leider der falsche Ansprechpartner.

Worüber Sie uns etwas sagen können, ist die aktuelle Situation. Wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Verlauf der Saison 2016/17?

Daniel Weyermüller: Der bisherige Saisonverlauf war ok, aber auch nicht ganz zufriedenstellend. Wir haben teilweise total unnötig Punkte hergeschenkt. Da haben wir dann einfach zu naiv agiert und nicht das gezeigt, was wir eigentlich drauf haben. Diesen fehlenden Punkten rennen wir jetzt leider hinterher.

Für Ihre Mannschaft geht es am Sonntag direkt gegen den Tabellenführer SC 08 Bamberg.

Wie zufrieden sind Sie mit der Wintervorbereitung?

Daniel Weyermüller: Die Wintervorbereitung lief leider überhaupt nicht so wie ich es mir gewünscht habe. Die Mannschaft hat mit einer teils sehr enttäuschenden Trainingsbeteiligung die Chance verpasst, top vorbereitet in die Rückserie zu gehen. So sind wir zum ersten Punktspiel gewiss nicht in der Verfassung, in der wir hätten sein können. Die Mannschaft steht daher absolut in der Pflicht, denn sie hätte es sich durchaus einfacher machen können.

Welche Ziele habt Ihr für die Rückrunde?

Daniel Weyermüller: Wir wollen insbesondere gegen die Mannschaften punkten, die sich in unserer Tabellenregion befinden. Dafür muss aber die gesamte Mannschaft in der Rückserie komplett mitziehen und auch mal den inneren Schweinehund überwinden. Dass sie es drauf hat, steht außer Frage. Nur mit so einer Einstellung, wie sie teilweise in der Vorbereitung an den Tag gelegt wurde, wird das nur schwer zu schaffen sein.

Zum Abschluss: Gibt es noch ein spezielles Highlight, worauf Sie sich im letzten halben Jahr als Coach besonders freuen?

Daniel Weyermüller: Auf ein spezielles Highlight jetzt nicht unbedingt. Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn mich meine Mannschaft mit einer stress- und sorgenfreien Rückserie beglückt. Wenn Sie dazu noch die Motivation und den Spaß an den Tag legt, um noch einige Erfolgserlebnisse erreichen zu können. Denn Fußball macht halt eben doch am meisten Spaß, wenn man gewinnt.

 

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