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Daniel Rinbergas' Torheiten: Teutonia Gaustadts Anführer im Fokus

Lange Jahre in Bayern- und Landesliga aktiv, hat Daniel Rinbergas im Sommer 2016 die DJK Gaustadt übernommen und im ersten Anlauf in die Bamberger Kreisliga geführt. Im Gespräch mit anpfiff.info hat sich der Spielertrainer auf den Zahn fühlen lassen und berichtet über seine persönliche Karriere sowie die noch junge Saison seiner Teutonen und natürlich über seine Tore.

 

Teutonen-Trainer Daniel Rinbergas.

von Hendrik Kowalsky für anpfiff.info: Mit dem Attribut "fußballverrückt" wird heutzutage immer öfter jongliert, auf Daniel Rinbergas aber trifft diese Eigenschaft komplett zu. Schon als Kind entdeckte der Rechtsfuß die Leidenschaft für das runde Leder für sich, im zarten Alter von fünf Jahren begann der Spielertrainer der DJK Teutonia Gaustadt mit dem Vereinsfußball und feierte mit dem VFR 07 Schweinfurt erste Erfolge. Nach fünf Spielzeiten wechselte "Dani" dann zum großen 1.FC Schweinfurt 05 und absolvierte bei den Schnüdeln seine restliche fußballerische Ausbildung im Jugendbereich, ehe er im Jahre 2001 den Sprung in den Herrenbereich wagte und zum 1.FC Sand wechselte. "Ich hätte den Schritt weg von zuhause wagen sollen"

 

Lange hielt es den zentral-offensiven Mittelfeldspieler aber nicht im Sander Seestadion, trotz einer durchaus erfolgreichen Saison mit 33 Einsätzen wechselte er im folgenden Sommer zurück nach Schweinfurt und verbuchte in der Regionalliga Süd immerhin 25 Spiele unter den Trainern Hans-Jürgen Boysen und Rainer Hörgl. Rund um diese Zeit erreichten den aus Werneck stammenden Rinbergas diverse Offerten von Klubs mit klangvollen Namen, die der Freistoßspezialist jedoch allesamt ausschlug. Ein Fehler, wie er heute offen eingesteht: "Ich hätte den Schritt weg von zuhause wagen sollen, es waren Angebote von tollen Vereinen wie Kickers Offenbach, Holstein Kiel oder der Zweiten des Club da. Im Nachhinein war es ein Fehler, dass ich dieses Risiko nicht eingegangen bin und lieber meine Ausbildung beendet habe". Noch bis zum Jahr 2008 hielt es Rinbergas bei den Schnüdeln, ehe er nach dem Bayernliga-Klassenerhalt mit dem FC 05 über den Umweg Relegation seine Sachen packte und sich erneut den Sandern anschloss. Dort avancierte er mehr oder weniger sofort zur festen Größe und sollte schließlich 220 Ligaspiele binnen acht Jahren für den FCS absolvieren, darunter auch seine "Dauerbrenner-Spielzeit" 2013/14, als Daniel Rinbergas lediglich neun Minuten verpasste. In der vorigen Sommerpause aber zog es den allmählich im Herbst seiner fußballerischen Karriere ankommenden Familienvater ( Eine Tochter, Leni) zu einer etwas veränderten Aufgabe, heuerte "Dani" doch bei Kreisklassist Teutonia Gaustadt als Spielertrainer an. Im Debütjahr zum Aufstieg: Dass sich dieser Schritt schnell als richtig erweisen sollte, betont der 35-Jährige ohne Zweifel: "Meine Position als Spielertrainer füllt mich voll und ganz aus. Ich habe denke ich einen sehr guten Zeitpunkt gewählt, um diesen Weg zu gehen und mich sicherlich auch für den richtigen Verein entschieden. Wie ich bei der DJK aufgenommen wurde und seitdem Woche für Woche von Markus Möhrlein und Ronald Görtler unterstützt werde, ist schon sehr bemerkenswert.

 

Mein Dank gilt darüber hinaus meinem Schwiegervater Thomas Kabitz, der immer das Training übernimmt, wenn ich arbeitstechnisch verhindert bin", gerät der Offensivspieler ins Schwärmen. So war der Weg für die Teutonen dann auch fast vorgezeichnet, mit 23 Treffern und 19 Vorlagen führte Daniel Rinbergas seine Mannschaft in die Aufstiegsrelegation, die man nach 4:1-Erfolgen über Altendorf und Pettstadt erfolgreich abschloss und somit den Sprung in die Kreisliga schaffte. Durchaus ambitioniert ging die DJK diese Aufgabe an und so setzte sich auch ihr Spielertrainer klare Vorstellungen über die Rückkehr in das Bamberger Fußballoberhaus: "Wir wollen uns auf jeden Fall längerfristig etablieren, es ist eine wunderschöne Liga, in welche die Teutonia mit Sicherheit hineingehört", lässt Rinbergas diesbezüglich verlauten. Der Saisonstart ist in Gaustadt derweil nicht besonders erfolgreich verlaufen, kassierte man doch zum Auftakt in Stappenbach nach Führung noch eine 1:2-Niederlage, ehe auch die Heimpremiere gegen den Lokalrivalen aus Tütschengereuth knapp mit 2:3 verloren ging.

 

"Unser Saisonstart ist leider nicht so geglückt, wie ich mir das vorgestellt habe, sicherlich auch bedingt durch die Relegation und die damit einhergehende kurze Sommerpause. Obwohl der eine oder andere Punkt möglich gewesen wäre, war und ist unser Kader aufgrund einiger urlaubender und verletzungsbedingt fehlender Spieler derzeit recht dünn besetzt", legt der Coach den Finger in die Wunde. Im gleichen Atemzug macht der 35-Jährige Verein und Anhängerschaft aber wieder Mut und stellt fest, dass "die Qualität des Kaders mit Sicherheit hoch genug ist, um uns in der Kreisliga zu beweisen". Dass dies der Fall ist, bewiesen die Teutonen am vergangenen Wochenende beim 2:1-Auswärtssieg in Unterleiterbach. Zukunftsfragen und Familienglück:

 

Wie lange Daniel Rinbergas seinem Team dabei noch auf dem Rasen wird helfen können, ist aktuell nur schwer zu sagen. Fit wie eh und je wirkt der Zehner ohne Frage und auch die ihm anhaftende Leichtigkeit auf dem Rasen, die filigranen Seitenverlagerungen und die gefährlichen Standardsituationen bringt der Spielertrainer Woche für Woche auf den Platz. Daher verwundert es auch nicht, dass Rinbergas zu seiner Zukunftsplanung festhält, dass "das eine oder andere Jahr als Spieler noch dazu kommt. Das Kribbeln ist noch immer vor jedem Spiel zu spüren und solange mein Körper mitmacht und es mir Spaß bereitet, werde ich aktiv Fußball spielen". Ein entscheidendes Wörtchen dürfte dabei auch Ehefrau Nina mitreden, die ihren Angetrauten stets ermutigt. Dieser hat die Unterstützung der Familie natürlich nicht vergessen und spricht seiner Familie das entsprechende Dankeschön aus: "Natürlich auch hier ein Danke an meine Frau Nina, die mir immer Stärke gibt und mich Woche für Woche aufbaut oder den Kopf hinhält, wenn ich niedergeschlagen bin.

 

Ohne sie und meine Tochter Leni wäre das Ganze nicht machbar. Danke!". Es lässt sich also festhalten, dass die kürzlich begonnene Saison für die DJK Gaustadt und ihren spielenden Trainer Daniel Rinbergas sicher nicht einfach wird, die ersten Spieltage der Bamberger Kreisliga zeugen von einer hohen Ausgeglichenheit und vielen Teams mit großen Qualitäten. Doch auch die Teutonen besitzen eine Menge noch nicht vollends abgerufenen Potenzials und mit diesem Leitwolf hinter den Spitzen kann man im Gaustadter Sportzentrum trotz des "Fehlstarts" berechtigt auf die Etablierung im Kreisoberhaus hoffen.

 

Zumal es am vergangenen Spieltag ja die Premieren-Punkte beim Auswärtssieg in Unterleiterbach gab. Abschließend dürfen natürlich die Torheiten von Daniel Rinbergas nicht fehlen: Mein allererstes Tor im Trikot... ... war damals als Fünfjähriger beim VFR 07 Schweinfurt in der E-Jugend, da es damals noch keine F-Jugend gab.

 

Deshalb war das Trikot größer als ich ;-) Mein erstes Tor im Herrenbereich... ... erzielte ich als Jugendspieler in einem Pokalspiel des 1.FC Schweinfurt 05 Die meisten Tore in einem Spiel... ... bei einem 16:0-Sieg in der E-Jugend des VFR 07 Schweinfurt habe ich zwölf Treffer geschossen. Die meisten Tore in einer Saison... ... auch das war in der Jugend, 86 Buden und im Herrenbereich mal 20 Tore beim FC Schweinfurt 05 und 18 Treffer beim FC Sand. Eine Ladehemmung... ... hatte ich erst vor Kurzem bei der DJK Gaustadt, acht Spiele ohne Torerfolg Mein wichtigstes Tor... ... ist schwer zu benennen, in meiner Karriere waren einige wichtige und schöne Tore dabei :-)

 

Mein schönstes Tor... ... sicherlich gehört das 1:0 als 19-Jähriger gegen die zweite Mannschaft von Eintracht Frankfurt dazu, im Willy-Sachs-Stadion traf ich in einem Spiel der Regionalliga Süd per Volleyschuss unter die Latte, wir gewannen das Spiel am Ende auch mit 1:0 und sammelten drei wichtige Punkte für den Klassenerhalt Ein typisches "Rinbergas-Tor" sieht so aus... ...ein schöner Freistoßtreffer oder gerne mal der klassische Lupfer über den herauslaufenden Torwart... Am liebsten treffe ich in/gegen... ... ich treffe eigentlich immer gerne und freue mich über jedes Tor, einen besonderen Lieblingsgegner habe ich ehrlich gesagt nicht Mein unangenehmster Gegenspieler... ... war gleichzeitig auch mein prominentester Gegner: Damals gegen die Amateure des 1.FC Kaiserslautern spielte ich gegen "Zaubermaus" Ratinho, er war damals der ballsicherste Spieler, der mir je begegnet war. Es hat viel Spaß gemacht, gegen solch einen Akteur anzutreten! Meine Stärken... ... sind sicherlich meine Übersicht, Ballsicherheit und mein rechter Fuß, der mich schon einige Male gerettet hat Daran muss ich noch arbeiten... ... definitiv meine Schnelligkeit, die hätte besser ausgeprägt sein können...

 

;-) STECKBRIEF D. RINBERGAS:

 

Daniel Rinbergas

Spitzname Dani

Alter 35

Geburtsort Werneck

Wohnort Aktuell Bischberg, bald Gaustadt

Familie verheiratet, 1 Kind

 

Nation Deutschland

 

Größe 182 cm

Gewicht 76 kg

Beruf Industriemechaniker (SKF in Schweinfurt)

 

Hobbies Fußball, Playstation (FIFA)

Starker Fuß Rechtsfuß Lieb.-Position zentrales Mittelfeld ("10er")

 

Erfolge:

Aufstieg in die A-Jugend-Regionalliga mit dem FC Schweinfurt 05, Regionalliga Süd-Klassenerhalt und Landesliga-Meistertitel ebenfalls mit den Schnüdeln.

 

Aufstieg in die Bayernliga mit dem 1.FC Sand, Kreisliga-Aufstieg mit der DJK Gaustadt im ersten Trainerjahr

 

Stationen Schüler/Jugend :

 

- VFR 07 Schweinfurt bis 1992 - FC Schweinfurt 05 (ab D-Jugend) 1992 bis 2001 Stationen Herren: - FC Sand (2001/2002) - FC Schweinfurt 05 (2002-2008) - FC Sand (2008-2016) - DJK Gaustadt (2016 - ...)

 

SAISONBILANZ D. RINBERGAS

 

17/18DJK Gaustadt 16/17DJK Gaustadt 15/16Sand 15/16Sand 14/15Sand 13/14Sand 12/13Sand 11/12Sand 10/11Sand 09/10Sand 08/09Sand 07/08FC Schweinfurt 06/07FC Schweinfurt 04/05FC Schweinfurt 01/02Sand Zwischen 2002 und 2004 kann Daniel Rinbergas zudem auf 25 Regionalliga-Partien mit zwei Treffern für den FC Schweinfurt 05 verweisen!